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coffein.ch - Teeblüte
Teeblüte
Tee
Der heilige Darma, Sohn des indischen Königs Kosjuwo, kam im Jahre 519 n. Chr. nach China. Er hatte im Sinn, die Völker durch Wort und Beispiel zur Glückseligkeit zu führen, wobei er die göttliche Gnade durch Fasten und Wachen verdienen wollte. Er ernährte sich von Blättern und verbrachte die Nächte schlaflos im Gebet.
Durch jahrelanges Fasten und Wachen erschöpft, wurde er vom Schlaf überwältigt.
Als er erwachte, wurde ihm deutlich, dass er sein Gelübde gebrochen hatte und es packte ihn eine tiefe Reue sowie ein Verlangen nach Sühne. Er gab die Schuld den Augenlidern, und damit ihn diese nicht ein zweites Mal zu Fall bringen würden, schnitt er sie kurzerhand ab und warf sie zu Boden.
Am folgenden Tag kehrte er an den Schmerzensort zurück und sah zu seinem Erstaunen, dass aus den Augenlidern ein Bäumchen entstanden war. Und als er dessen Blätter ass, wich die 'Schlafsucht' von ihm. So ist die Teepflanze entstanden.
Dass es sich hier um eine unstimmige Legende handelt, geht schon daraus hervor, dass der Tee bereits zweitausend Jahre v. Chr. in China bekannt war. Es scheint, dass Teetrinken ab ca dem 6. Jh. n. Chr. in China populär wurde und die Pflanze relativ früh nach Japan zur Kultivierung eingeführt wurde. Nach dem Westen kam die erste Nachricht vom Tee im 9. Jh. n. Chr. durch die Araber, die mit China Handelsbeziehungen pflegten und von dort Seide brachten. Die Teepflanze selber wurde erst im Zuge des wachsenden Fernosthandels durch die Europäer verbreitet: 1690 nach Java (Holländer), 1780 nach Indien (Engländer). Der eigentliche Anbau in Java, Indien und Sri Lanka (Ceylon) fand jedoch viel später, nämlich ca. Mitte des 19. Jh. statt. In Sri Lanka als 'Alternativ-Kultur' nach der vollständigen Zerstörung der Kaffeeplantagen durch den Kaffeerost.

Camellia sinensis (L.) O. Kuntze besteht aus zwei gut unterscheidbaren Varietäten. Die eine – kälteresistentere – in China angepflanzt und vermutlich auch dort (Südwest-Yunnan, zwischen 2300 und 3000 m üM) heimisch, hat schmalere und im allgemeinen kleinere Blätter mit stumpfer oder breit-abgestumpfter Spitze oder gelegentlich zu einer sehr kurzen und sehr breit gerundeten Spitze ausgebildet. Es ist dies die ursprünglich von Linné bezeichnete Thea sinensis und wird mit C. sinensis var. sinensis (China-Tee) benannt. Die zweite, kälteempfindlichere Varietät mit mehr südlicher Verbreitung ist in den wärmeren Teilen von Assam, Burma, Siam, Indochina und Südchina heimisch. Sie hat im Vergleich zum China-Tee breitere und gewöhnlich grössere, dünn-lederige, schwach zugespitzte Blätter. Dies ist C. sinensis var. assamica (Assam-Tee). In der Plantage wird der Tee durch Zurückschneiden als Busch und in der Hecke gezogen. Natürlicherweise würde sich die Teepflanze zu einem hohen Baum (ca 10 m, Assamtee) entwickeln. Vermehrt wird meistens mit Stecklingen aus jungen Trieben.

Zurzeit sind Assam, Sri Lanka, Nordindien und Java die Hauptanbaugebiete ausserhalb Chinas, wobei heute vorwiegend Assam-Tee oder Hybriden angepflanzt werden. Der Tee ist eine Kamelie (Camellia), also direkt verwandt mit den blütenprächtigen Züchtungen von Camellia japonica, die u.a. in der südlichen Schweiz jeweils im Frühjahr bewundert werden können. Deshalb erstaunt es nicht zu erfahren, dass im Tessin noch bis ins 20. Jh. hinein Tee angebaut und geerntet wurde. Auch in unseren Breitengraden (Nordschweiz) können an geschützten Lagen (Hauswand) Teepflanzen übers ganze Jahr gezogen werden.

Zu Beginn des 19. Jh. richtete sich das Interesse der Engländer auf eine Tee-Varietät in Assam, welche dort von den Eingeborenen angepflanzt und genutzt wurde. Eine eigens für die Erkundung und Akquisition dieses Tees eingesetzte Delegation der 'East Indian Company' liess sich am 16. Jan. 1836 die Zubereitung des Getränks vorführen, und William Griffin, selbst Mitglied dieser Gruppe, schreibt dazu folgendes: "Ich muss vorausschicken, dass sie (die Singphos) ausschliesslich die jungen Blätter verwenden, welche sie in grossen eisernen und sauberen Gefässen rösten, oder besser gesagt halb-rösten, wobei sie diese Blätter umrühren und in ihren Händen rollen. Anschliessend setzen sie die Blätter der Sonne aus, oder auch abwechselnd dem Tau und der Sonne. Schliesslich werden damit Bambus-Rohre vollgestopft."

Die Aufbereitung geschieht in den Produzentenländern heute fast ausschliesslich maschinell und besteht für Schwarztee aus Welken, Rollen, Fermentieren, Trocknen und Sortieren. Die Blätter werden auf grossen Tüchern oder Gittern ausgebreitet und in gut gelüfteten Räumen der natürlichen Welkung ausgesetzt. Nach 24h gelangt der jetzt lappige Tee in Teerollmaschinen, in denen die Blätter durch kreisende Bewegungen aufgerollt werden. Die Fermentation ist qualitätsentscheidend (23-25° C, 100 % rF, ständige Lufterneuerung) und verleiht dem Tee sein dunkles Aussehen. Sie wird durch eine schnelle Trocknung im Heissluftstrom (80-100° C) beendet. Grüner Tee ist nicht fermentiert.

Die gute Teequalität ist charakterisiert durch die Formel 'two leaves and the bud'. Abweichungen nach unten und oben werden wie folgt bezeichntet: Kongo, Bohi = alte, grobe Blätter; Souchong = grosse, weiche Blätter; Pekoe Souchong = 6.-3. Blatt; Orange Pekoe = 2. und 1. Blatt; Flowery Orange Pekoe (FOP) = enthält Knospen; Tippy Golden Flowery Orange Pekoe (TGFOP) = enthält ausschliesslich Knospen.

Die hier verwendeten Angaben stammen, falls nicht anders vermerkt, aus den Werken von (Sealy 1958), (Chang and Bartholomew 1984), wo auch weiterführende Literatur zu dieser Genussmittelpflanze zu finden ist.
Tee Ernte Sri Lanka
Tee-Ernte in Sri Lanka
Japan Tee Plantage
Teeplantage in Japan
Tessiner Kamelie
Kamelie im Tessin
Literatur

Sealy JR (1958) A revision of the genus Camellia. London: The royal horticultural society.

Chang HT, Bartholomew B (1984) Camellias. London: BT Batsford Ltd

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