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Coffein Pflanzen, Koffein Pflanzen
Coffeinpflanzen
Es wird aufgezeigt, wo überall im Pflanzenreich Coffein aufgefunden worden ist bezw. vorkommt, und dass - mit wenigen Ausnahmen - alle diese Pflanzen in irgendeiner Weise als Stimulanzien genutzt und deshalb gesamthaft als coffeinhaltige Genussmittelpflanzen bezeichnet werden. Sie sind in einer Tabelle zusammengestellt.
Vorkommen von Coffein bezw. Purin-Alkaloiden
In der älteren Literatur wird häufig berichtet, die Purin-Alkaloide, wozu Coffein und verwandte Verbindungen gehören (Chemie), würden in vielen Familien über das ganze Pflanzenreich hinweg gebildet. Solche Angaben basieren meist auf unzulänglichen Analysen und in einzelnen Fällen leider auf wilden Spekulationen. Die seriöse Überprüfung ergibt für heute das folgende Bild: Die Purin-Alkaloide sind auf die zweikeimblättrigen Pflanzen (Dikotyledonen)und dort auf einzelne Gattungen, ja sogar Arten, in den relativ hochentwickelten Gruppen der Eurosiden II sowie der Eurastiden I und II beschränkt. In der Regel handelt es sich um Taxa, die in den Tropen und Subtropen vorkommen, was auch die Vorstellung nährte, dass Purin-Alkaloidhaltigkeit und tiefe Temperaturen wegen möglicher Membranschädigung (Autotoxizität) unvereinbar wären. Doch die Ausnahmen, d.h. Arten von Camellia und Citrus, die in unseren Breitengraden gezogen werden können und die genannten Alkaloide in hoher Konzentration enthalten, zeigen, dass dem nicht so ist. Eine Häufung des Vorkommens finden wir in der Familie der Malvengewächse (Malvaceae) mit den Gattungen Theobroma, Herrania und Cola. Vereinfacht darf auch festgestellt werden, dass sich die Anwesenheit von Purin-Alkaloiden im Wesentlichen auf die seit Menschengedenken verwendeten (coffeinhaltigen) Genussmittelpflanze/Tabelle beschränkt, die unsere Vorfahren in Ost und West mit sicherem Instinkt aufgespürt hatten.

Auch mit modernster Analytik konnte keine weitere Art ausfindig gemacht werden, die sich als stimulierende Genussmittelpflanze geeignet hätte. Seit analytische Forschung betrieben wird, sind als coffeinhaltig die Gattung Herrania sowie der Tribus Citreae (Aurantoideae, Rutaceae) neu hinzugekommen. Herrania wurde systematisch von der Gattung Theobroma abgetrennt (Schultes 1958) und stellt daher keine neue 'Errungenschaft' dar. Hingegen ist das Vorkommen von Purin-Alkaloiden in den "true Citrus fruit trees" und diesen nahestehenden Gattungen erst kürzlich aufgedeckt worden, weshalb wir hier eigens darüber berichten.

Höchst interessant ist, dass innerhalb derselben Gattung Arten mit und ohne Coffein, oder mit unterschiedlichen Purin-Alkaloiden, nebeneinander vorkommen. In einigen Fällen konnte dieser Umstand chemotaxonomisch genutzt werden, d.h. dass die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen den Arten aufgrund der Chemie besser interpretiert werden konnten. Beispiele hierfür sind die Arbeiten über Theobroma und Herrania (Hammerstone et al., 1994) oder Ilex (Zographos, 1998).


Genussmittelplanzen
In der untenstehenden Tabelle sind nur die klassischen, d.h. bei uns mehr oder weniger bekannten Pflanzen bezw. Arten aufgeführt. Zusätzliche Arten, deren Konsum bei der indigenen Bevölkerung von Bedeutung ist, werden jeweils unter der entsprechenden Gattung abgehandelt: Die Wildkakaos unter Theobroma; dort ebenfalls die Herrania-Arten; ebenso die Wildkaffees unter Kaffee; oder weitere, coffeinhaltige Ilex-Arten unter Maté; etc. Lediglich über Citrus berichtet ein separates Kapitel, weil es sich hier nicht um Arten handelt, die wegen ihrer Purinalkaloide konsumiert werden.
Gattung Spezies Familie Populär-
name
Heimat Droge
(%a)
Coffea arabica

canephora
Rubiaceae

Rubiaceae
Arabica-
Kaffee

Robusta
Kaffee
Aethiopien

Zentral-& W'afrika
Same

Same
(1.2)

(2.2)
Camellia sinensis
var. sinensis
sinensis
var.assamica
Theaceae

Theaceae
China-
Tee
China-
Tee
W'Yunnan (China)
Assam-
Südchina
Blatt

Blatt
(3.5)

(3.5)
Ilex para-
guariensis
Aqui-
foliaceae
Maté Südamerika Blatt
(1.3)
Cola nitida
(acuminata)
Malvaceae Kola Westafrika Same
(2.5)
Theo-broma cacao Malvaceae Kakao Zentral- & Südamerika Same
(0.2b)
Paullinia cupana

yoco
Sapindaceae

Sapindaceae
Guaraná

Yoco
Südamerika

Südamerika
Same

Rinde
(3.6)
(0.5-2.5c)

a Durchschnittswerte bezogen auf das Trockengewicht
b Zudem 1.2 % Theobromin, welches ca. 10x weniger stimulierend ist als Coffein
c Seit der ersten Beschreibung (Schultes 1941) dieser Pflanze wurden weltweit erst drei Bestimmungen an der für das Getränk verwendeten Rinde durchgeführt

Da der Anbau, die Ernte sowie die Verarbeitung der coffeinhaltigen Genussmittelpflanzen nicht im Zentrum dieser homepage stehen, werden diese Aspekte summarisch abgehandelt, wobei aber jeweils mindestens ein 'highlight' speziell herausgehoben wird. Einschlägige Literatur zur Vertiefung ist angegeben.

Literatur

Hammerstone, J.F., Romanczyk Jr, L.J., Aitken, W.M. 1994. Purine alkaloid distribution within Herrania and Theobroma. Phytochemistry 35, 1237-1240.

Schultes, R.E. 1941. A caffeine drink prepared from bark. Econ. Bot. 41, 526-527.

Schultes R. E. 1958. A synopsis of the genus Herrania. Journal Arnold Arboretum 39: 216-295.

Zographos, V.A. 1998. Purinalkaloide in der Gattung Ilex – eine taxonomische Hilfe? Diplomarbeit Universität Zürich (Cook, CDK; Baumann, TW; Rutishauser, R), 55p.

Literatur

Hammerstone, J.F., Romanczyk Jr, L.J., Aitken, W.M. 1994. Purine alkaloid distribution within Herrania and Theobroma. Phytochemistry 35, 1237-1240.

Schultes, R.E. 1941. A caffeine drink prepared from bark. Econ. Bot. 41, 526-527.

Schultes R. E. 1958. A synopsis of the genus Herrania. Journal Arnold Arboretum 39: 216-295.

Zographos, V.A. 1998. Purinalkaloide in der Gattung Ilex – eine taxonomische Hilfe? Diplomarbeit Universität Zürich (Cook, CDK; Baumann, TW; Rutishauser, R), 55p.

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